13.02.2014 17:11

VDMA: Serienfertigung von Brennstoffzellen in Deutschland läuft an

Achim Edelmann (Gräbener Maschinentechnik) als stellv. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen bestätigt

 

In seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen wurde jetzt Achim Edelmann, Bereichsleiter neue Technologien der Gräbener Maschinentechnik GmbH & Co. KG, bestätigt. Mit der Wiederwahl Edelmanns wurde zugleich die aktive Rolle von Gräbener Maschinentechnik in der Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen erneut honoriert. Denn bereits seit 2003 ist der Sondermaschinenbauer in der Konstruktion, Entwicklung und Fertigung von metallischen Bipolarplatten für Brennstoffzellen tätig und seitdem auch Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen. Inzwischen hat Gräbener Maschinentechnik zusätzliches Know-how für weitere Basistechnologien zur Fertigung von Brennstoffzellen dazu erworben. Heute kann das Unternehmen vom Design und dem Formen der Platten über das Schneiden, Messen und Fügen bis hin zum Brennstoffzellenstack alles liefern und konzipiert sogar kleine Anlagen für die Fließfertigung.

 

Während Achim Edelmann als stellvertretender Vorsitzender bestätigt wurde, wurde Dr. Manfred Stefener, Geschäftsführer der Elcore GmbH, im Rahmen der alle zwei Jahre stattfindenden Mitgliederversammlung zum neuen Vorsitzenden gewählt. Komplettiert wird der Vorstand durch die Neuwahlen von Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender der SFC Energy AG, Andreas Frömmel, VP Business Development bei der FuelCell Energy Solutions GmbH, und Dr. Volker Banhardt, Leiter Vertrieb von Freudenberg FCCT SE & Co. KG. Waren die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen 2012 noch bei Gräbener Maschinentechnik zu Gast, so fand das diesjährige Treffen mit mehr als 50 Herstellern von Systemen und Komponenten für Brennstoffzellen beim Fraunhofer Institut für Keramische Technologien in Dresden statt. Übrigens verbunden mit einer kleinen Feier, da die Arbeitsgemeinschaft in diesem Jahr ihren zehnten Geburtstag beging.

 

Kleinserienfertigung läuft in Deutschland an

 

Während Brennstoffzellenheizgeräte in Japan bereits zehntausendfach eingesetzt werden, Brennstoffzellenkraftwerke in den USA und Korea mit mehreren Hundert Megawatt installierter Leistung betrieben werden und Brennstoffzellenfahrzeuge in Asien in diesem Jahr in Kleinserie auf die Straße kommen, muss der im Koalitionsvertrag angekündigte ‚Markthochlauf‘ in Deutschland, also der Verkauf größerer Stückzahlen, noch realisiert werden“, erklärte der neu gewählte Vorsitzende der VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen, Dr. Manfred Stefener, Geschäftsführer Elcore GmbH, anlässlich des ersten runden Geburtstages der Arbeitsgemeinschaft.

 

„Nach zehn Jahren erfolgreicher Vernetzung der Industrie im VDMA starten Mitglieder die Kleinserienfertigung von Brennstoffzellen“, so Stefener. Brennstoffzellen werden zur Energieversorgung von Häusern und Industrie, zur netzunabhängigen Stromversorgung, zur Bordstromversorgung oder zum Antrieb von Autos, Bussen, Schiffen und U-Booten eingesetzt. Die Brennstoffzellenindustrie setzte im Jahr 2013 in Deutschland mit etwa 1.500 Beschäftigten gut 100 Mio. Euro mit Heizgeräten und Stromversorgungsanlagen um. Als Folge der anlaufenden Serienproduktion erwarten die Unternehmen nach einer Industriebefragung der VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen für 2020 bis zu 2 Mrd. Euro Umsatz und 6.000 Arbeitsplätze.

 

Hemmnisse bei der Technologieeinführung beseitigen

 

„Kontinuität bei Forschung und Feldtests muss durch die Weiterführung des Nationalen Innovationsprogramms für Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologien der Bundesregierung gewährleistet werden“, forderte Stefener. Hemmnisse bei der breiten Technologieeinführung müssten abgebaut werden. „Eine Belastung von eigenerzeugtem Strom mit der Kostenumlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes lehnen wir als nicht verursachungsgerecht ab“, sagte er. „Wenn unter dem Aspekt der Solidarisierung eine Einbeziehung der Eigenerzeuger gefordert wird, geht der derzeitige Vorschlag bei Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) weit über das Ziel hinaus.“ Neben der Verunsicherung potenzieller Investoren würde dies zu einer massiven Verschlechterung der Wirtschaftlichkeit der hocheffizienten Anlagen für die Kunden führen und im klaren Widerspruch zum Koalitionsvertrag stehen. Die vorgeschlagene Bagatellgrenze wäre zu gering und zu bürokratisch, da selbst sehr kleine Micro-KWK-Anlagen mit Brennstoffzellen mit 1,5 kW, 5 kW oder 10 kW elektrischer Leistung betroffen wären, die das System stützen und das Netz entlasten.

 

Der VDMA unterstützt 66 führende Hersteller und Zulieferer von Brennstoffzellen beim Ausbau des Industrienetzwerks zur Optimierung der Systeme und Komponenten sowie bei der politischen Interessenvertretung. Der VDMA koordiniert die Brennstoffzellenindustrie zum Ausbau von Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland.

 

Weitere Informationen unter http://bz.vdma.org

 

 

 

Johannes Schiel (r.), Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen, stellte den neuen Vorstand vor: (v. l.) Andreas Frömmel, Dr. Manfred Stefener, Achim Edelmann und Dr. Volker Banhardt. Es fehlt: Dr. Peter Podesser. (Foto: VDMA)

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