1921 – 1930

1921 gründet Theodor Gräbener in Netphen-Werthenbach mit acht weiteren Teilhabern die Gräbener & Comp., eine Fabrik für schwere Eisen- und Blechkonstruktionen. Bereits die erste Produktpalette ist umfangreich: Rohrleitungen aller Art für Hochöfen und Stahlwerke, darunter Gas- und Windleitungen, Cowperapparate, Gasreinigungen, Turbinenleitungen und Wasserbehälter in genieteter und geschweißter Ausführung, Eisenkonstruktionen, Montagen und Demontagen.

Bereits Mitte der 20er Jahre zählte Gräbener & Comp. 150 Mitarbeiter.

1931 – 1940

Kontinuierlich wird das Produktionsprogramm ausgeweitet: Stahlhochbauten und Brücken, Dampf- und Druckkessel für höchste Drücke sowie die Herstellung von Rohrleitungen und deren Montage kommen hinzu.

Fortan gehört auch der Maschinenbau mit Hebemaschinen für Walzwerke, Rollgänge, Extruderschnecken u.v.m. zur Produktpalette. Überdies beginnt die Fertigung von Eisen-bahn-Transportkesseln.

1941 – 1950

Während des Zweiten Weltkriegs produziert das Unternehmen vornehmlich Eisenbahntransportkessel. Mehr als 16.000 Stück haben die Werkshallen über all die Jahre verlassen.

Die Nachkriegszeit gilt vor allem dem Wiederaufbau, so dass schon 1948 wieder die ersten Schwertransporter mit Kesseln beladen das Werk verlassen.

1951 – 1960

Während zu Beginn der 50er Jahre noch der Stahl- und Kesselbau sowie die Montage das Geschäft bestimmen und auch das neue Programm des allgemeinen Maschinenbaus nach Kundenzeichnung schon größere Umsätze erzielt, legt die zweite Generation, die Brüder Theodor und Hermann Gräbener, den Grundstein für einen Maschinenbau nach eigenen technischen Entwürfen.

Das eigenständige Maschinenprogramm umfasst nun schwere Blechscheren bis 25 mm Schnittleistung, Doppelständer-Kurbelpressen, Exzenterpressen, Abkantmaschinen und Kniehebel-Prägepressen. Die Gesamtbelegschaft wächst 1955 auf rund 310 Mitarbeiter. Im gleichen Jahr verstirbt Firmengründer Theodor Gräbener.

Im Maschinenbau setzt Gräbener ab Ende 1958 auf die Massivumformung und das Prägen.

1961 – 1970

Gräbener baut Einständer- und Doppelständerpressen in unterschiedlichster Ausführung, wird schon bald zum "Kniehebelspezialisten" und bietet Pressen mit Automatisierung und Transfereinrichtungen an.

Der Exportanteil des Maschinenbaus wird fortan kontinuierlich gesteigert und liegt Mitte der 60er Jahre bereits bei 42 Prozent. Der eigenständige Pressenbau wird konsequent weiter spezialisiert. "Marktrenner" wird die Münzpresse.

1971 – 1980

1974 beginnt Gräbener mit dem Bau von Großrohren.

1980 gründet Gräbener die erste ausländische Vertriebsgesellschaft, die "Graebener Pressen Inc." in Ashtabula (Ohio, USA).

Ende 1980 wird der Verkauf von Apparaten und Kesseln eingestellt, die Montage, die noch stark auf den Apparatebau ausgerichtet war, drastisch reduziert und als Dienstleister für die Stahlindustrie im Ruhrgebiet positioniert.

1980 tritt mit Dr. Theodor Gräbener die dritte Generation ins Unternehmen ein.

1981 – 1990

1983/84 wird der Großrohrbau konsequent optimiert.

1983 erwirbt die Theodor Gräbener KG eine Beteiligung von 52 Prozent an der Wilhelm Schäfer GmbH & Co. KG, einem namhaften Hersteller von 3-Walzen-Blechbiegemaschinen.

Zum 1. Januar 1985 wird die Theodor Gräbener KG "realgeteilt" in die beiden neuen Gesellschaften Theodor Gräbener Pressensysteme GmbH & Co. KG sowie die Theodor Gräbener Großrohr GmbH & Co. KG. Die Montage im Ruhrgebiet wird der Gräbener Großrohr GmbH & Co. KG zugeordnet.

Die Theodor Gräbener Pressensysteme GmbH & Co. KG konzentriert sich auf die Produktion und Weiterentwicklung der Kniehebel- und Münzpressen und hat sich eine Marktposition auf Augenhöhe mit dem Marktführer Schuler erarbeitet. An diesen wird der Unternehmenszweig per Vertrag vom 13. Dezember 1988 schließlich verkauft.

1991 – 2000

Nach dem Öffnen der Ostgrenze und der beginnenden Globalisierung entscheidet sich Dr. Theodor Gräbener, aus dem Großrohrbau auszusteigen. Er verkauft 1996 die Maschinen der gesamten Rohrlinie nach Indonesien und beteiligt sich dort an dem neu gegründeten Rohrhersteller PT DSAW auf Batam.

1997 wird am Standort Netphen-Werthenbach die Graebener Group gegründet. Der Theodor Gräbener GmbH & Co. KG kommt nun eine Holdingfunktion zu. Mit der Firma Schrupp aus Betzdorf, einem auf dem Gebiet der Hydraulik tätigen Unternehmen mit rund 120 Mitarbeitern, wird die Hydroline-Schrupp aus der Taufe gehoben, die heute zu 100 Prozent zur Theodor Gräbener GmbH & Co. KG gehört.

Am 25. Juli 1997 wird die Gräbener Maschinentechnik GmbH & Co. KG ins Leben gerufen, die ersten Mitarbeiter werden eingestellt. Der Unternehmenszweig wächst rasant und entwickelt sich zur wichtigsten Gesellschaft der gesamten Graebener Group.

Ende 1997 steigt die Firma Gräbener als Hauptgesellschafter bei der H. Kleinknecht & Co. GmbH ein, bei der rund 160 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die wichtigen Bausteine Hydraulik und Elektrik im Netzwerk der "virtuellen Fabrik" Graebener Group sind gesetzt.

Im September 1999 bezieht die Graebener Group ein neues Büro und Kommunikationszentrum am Standort Werthenbach, das diese für ihr US-amerikanisches Joint-Venture Verson-Pressentechnik gebaut hat.

Dieter Kapp steigt als Gesellschafter in die Theodor-Gräbener-Holding ein.

2001 – 2010

Im Juni 2001 übernimmt die Theodor Gräbener GmbH & Co. KG die Anteile des US-amerikanischen Pressenherstellers VERSON (Chicago) und des US-amerikanischen Blanking-Line-Herstellers Automatic Feed Company, AFCO (Napoleon, Ohio) an der Verson Pressentechnik.

2001 revolutioniert GMT den Schiffbau. Bei der Meyer Werft in Papenburg wird eine vollautomatische Tailor-Welded-Plates-(TWP)-Anlage installiert, die, nachdem GMT-Plattenfräsen die Schweißkanten vorbereitet haben, aus einzelnen Blechen verschiedener Dicke im Laser-Hybrid-Schweißverfahren Schiffsdecksektionen bis zu 400 m² herstellt.

Anfang 2004 wird der Maschinen- und Anlagenhersteller für die Rohr- und Stangenbearbeitung, REIKA GmbH & Co. KG (Hagen), übernommen und in die Gruppe integriert.

2006 gründet die Gräbener Maschinentechnik GmbH & Co. KG und die REIKA GmbH & Co. KG in den USA gemeinsam mit AFCO und dem heutigen Präsidenten Rich Marando die Graebener Group Technologies Inc. (GGT), die heute erfolgreich die Produkte der Graebener Group in den USA vermarktet und den Service leistet.

Im Februar 2006 wird die "PowerBoxx®" zur Herstellung metallischer Bipolarplatten präsentiert - die Weichen in Richtung Brennstoffzellentechnologie als neues Technologiefeld sind gestellt.

2010 setzt GMT einen weiteren Meilenstein im Schiffbau und nimmt bei der Meyer Werft eine zweite TWP-Anlage (überbaute Fläche rund 2300 m²) in Betrieb, die nach dem gleichen, jedoch nochmals verbesserten Prinzip Schiffsdecksektionen bis 750 m² herstellen kann.

Für seine Innovationsfähigkeit wird GMT mit dem "Förderpreis für innovative mittelständische Unternehmen" des Landes NRW ausgezeichnet.

Im September 2010 erwirbt die Graebener Group vom Schuler-Konzern die ehemalige Schuler-Hydroforming-Produktionsstätte in Wilnsdorf-Wilden und macht daraus das "Quartier Landeskrone".

2011 – heute

Im Juli 2011 feiert die Firma Gräbener gemeinsam mit dem benachbarten, dem Schuler-Konzern zugehörigen Unternehmen Gräbener Pressensysteme ihren 90. Geburtstag.

Ebenfalls im Juli verschafft sich NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel (Grüne) einen Überblick über den hohen Entwicklungsstand der Brennstoffzellentechnologie bei GMT.

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2016 hat die Theodor Gräbener GmbH & Co. KG ihre Anteile an der H. Kleinknecht & Co. GmbH veräußert.

Gründung der US-amerikanischen Gesellschaft Graebener Inc. im September 2016. Die 100 prozentige Tochtergesellschaft der Graebener Group sitzt in Houston, Texas.

Heute beschäftigt die Graebener Group mehr als 130 Mitarbeiter. Die Geschicke der Gruppe werden unternehmensübergreifend von folgendem Management geleitet:

 Dr. Theodor Gräbener (Strategie/Controlling/Finanzen)

 Dieter Kapp (Technik/Entwicklung)

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